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Michael Lübke

Verwaltungsleiter
Planen und Bauen

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Stadt Oberndorf am Neckar
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Oberndorf a.N. erhält den European Energy Award

Am vergangenen Dienstag wurde der Stadt Oberndorf a.N. durch Umweltminister Franz Untersteller der European Energy Award (eea) verliehen. Bürgermeister Hermann Acker nahm die Auszeichnung im Kloster Maulbronn entgegen und brachte dabei seine besondere Freude zum Ausdruck, dass Oberndorf nun als erste Stadt im Landkreis Rottweil den Titel „Energie- und Klimaschutzkommune“ führen darf. Gleichzeitig sprach Bürgermeister Acker allen Akteuren seinen Dank aus, die in den vergangenen Jahren mit großem Engagement im Zertifizierungsverfahren mitgearbeitet oder dieses aktiv unterstützt haben – allen voran dem Gemeinderat der Stadt, dem städtischen Energieteam unter Teamleiter Michael Lübke und dem externen eea-Berater Rolf Halter von der Energieagentur Landkreis Rottweil GbR und dem ausgewiesenen Energieexperten Rolf Küppers.

Der European Energy Award ist ein europäisches Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, das der Energieeinsparung, der effizienten Nutzung von Energie und der Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien in Kommunen dient. Die Klimaschutzaktivitäten werden hierbei erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft, um Potentiale des nachhaltigen Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können. 

Der Minister verwies bei der Verleihung des eea auf die wichtige Rolle der Kommunen bei der Umsetzung des Ende letzten Jahres in Paris abgeschlossenen Weltklimavertrages und betonte, dass Landkreise, Städte und Gemeinden mit ihrer Teilnahme am European Energy Award die internationalen Beschlüsse zum Klimaschutz im Alltag umsetzen und sie so mit Leben erfüllen.

Das wichtigste Werkzeug des eea-Programms ist ein Maßnahmenkatalog, der die Bereiche Kommunale Liegenschaften, Ver- und Entsorgung, Mobilität, Entwicklungsplanung, interne Organisation und Kommunikation beinhaltet, verdeutlicht Michael Lübke, Leiter des städtischen Verwaltungsbereichs Planen und Bauen. Diesen Maßnahmenkatalog habe der Gemeinderat kürzlich im Rahmen der Beschlussfassungen zum Klimaschutzkonzept der Stadt ergänzt. Dessen weitere Umsetzung sei der Stadtverwaltung nun auch ein großes Anliegen, um die bisherigen Erfolge im Bereich des Energie- und Klimaschutzes in die Zukunft hinein fortzuführen.

Rolf Halter von der Energieagentur und Peter Küppers gratulieren der Stadt Oberndorf a.N. zur Auszeichnung als Europäische Energie- und Klimaschutzkommune. Beide hoffen, dass das Beispiel Oberndorf zugleich einen Ansporn für weitere Kommunen im Landkreis darstellt, um sich ebenfalls dem Zertifizierungsverfahren zu unterziehen. Sie sind sich sicher, dass sich der kommunale Energie- und Klimaschutz durch die Teilnahme am eea nachhaltig verbessern lässt und dass damit auch ein wichtiger Beitrag zur beschlossenen Energiewende geleistet werden kann.

Mit insgesamt 115 teilnehmenden Städten, Gemeinden und Landkreisen (darunter auch der Landkreis Rottweil, der bereits 2014 zertifiziert wurde) liegt Baden-Württemberg beim European Energy Award in Deutschland an der Spitze, betonte der Minister bei der Preisverleihung in Maulbronn. Das hiermit verbundene systematische Engagement der Teilnehmer, Energie und Treibhausemissionen einzusparen, unterstütze die Landesregierung mit speziellen Zuschüssen und Förderprogrammen. „Auch davon wolle die Stadt Oberndorf a.N. künftig verstärkt profitieren, so Bürgermeister Hermann Acker. Das Engagement im eea-Prozess lohne sich damit ebenso aus finanzieller Sicht.

Die Teilnahme der Stadt Oberndorf a.N. am European Energy Award wurde von der Kreissparkasse Rottweil finanziell unterstützt. Auch dafür bedankt sich die Stadt Oberndorf a.N. ganz herzlich.

Im Bild: (von links nach rechts) Michael Lübke, Bürgermeister Hermann Acker, Umweltminister Franz Untersteller, Peter Küppers und Rolf Halter.​

EEA European Energy Award

Die Stadt Oberndorf nimmt mit Beschluss des Gemeinderats vom 14.09.2011 am European Energy Award® teil. In konsequenter Fortführung ihrer bisherigen Aktivitäten im Bereich des Klima- und Umweltschutzes verspricht sich die Stadt mit diesem Instrument neue und vertiefende Impulse für ihr energiepolitisches Handeln.

Der European Energy Award® (eea) ist ein Qualitätsmanagement-System und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Klimaschutzaktivitäten von Kommunen und Kreisen erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft werden, um Potenziale des nachhaltigen Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können.

Das Qualitätsmanagement führt eine prozessorientierte Energiepolitik und eine fachübergreifende Energiearbeit in der Verwaltung ein. Es ermöglicht eine systematische Analyse der Ist-Situation im Energiemanagement der gemeindeeigenen Liegenschaften und in den Klimaschutzaktivitäten (z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsangebote), so dass im Anschluss die effektivsten Projekte mit entsprechenden konkreten Maßnahmen identifiziert werden können. Durch ein regelmäßiges Controlling können Erfolge sowie Handlungsbedarfe erkannt und nötigenfalls entsprechende Anpassungen vorgenommen werden. Somit wird ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess in Gang gesetzt.

Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens werden die Erfolge der Kommunen und Kreise objektiv betrachtet und nach einheitlichen europäischen Standards bewertet (Punktesystem). Bei Erreichen einer Punktzahl von mindestens 50 % der erreichbaren Gesamtpunkte werden die Erfolge mit dem European Energy Award® ausgezeichnet und somit auch öffentlichkeitswirksam dargestellt.

Zur erfolgreichen Umsetzung des Zertifizierungsverfahrens wurde ein Energieteam gebildet. Dieses soll als Motor für eine optimale und erfolgreiche Energiearbeit wirken, Einsparpotenziale aufdecken sowie Aktivitäten zur rationellen Energieverwendung und zur Nutzung regenerativer Energieträger entfalten. Unterstützung erhält das Energieteam vom Leiter der Energieagentur Landkreis Rottweil, Rolf Halter, der das Verfahren als akkreditierter eea-Berater begleitet.
Anhand eines vorgegebenen, einheitlichen Maßnahmenkatalogs wird eine detaillierte Bestandsaufnahme (Ist-Analyse) durchgeführt, die jährlich fortgeschrieben wird. Parallel dazu wird ein energiepolitisches Arbeitsprogramm mit den für die nächsten Jahre geplanten Aktivitäten entwickelt und vom Gemeinderat  verabschiedet. Dieses Arbeitsprogramm wird ebenfalls jährlich überprüft und angepasst.

Was wird im Einzelnen betrachtet?

Im Zuge des eea- Prozesses werden sechs kommunale Handlungsfelder betrachtet und entsprechend der kommunalen Aktivitäten in den einzelnen Bereichen  bewertet:

Handlungsfeld 1

Beim Handlungsfeld 1 Kommunale Entwicklungsplanung und Raumordnung geht es um die Erstellung eines Leitbilds, innovative Stadtentwicklung sowie Bauplanung, Baubewilligung und Baukontrolle.

Handlungsfeld 2

Das Handlungsfeld 2 Kommunale Gebäude und Anlagen beschäftigt sich mit dem kommunalen Energiemanagement und Sanierungskonzepten. Ebenso wird auf die Vorbildwirkung der Kommune bei Fragen hinsichtlich erneuerbarer Energie und effizienter Wassernutzung eingegangen.

Handlungsfeld 3

Im Handlungsfeld 3 Ver- und Entsorgung werden die Aktivitäten in den Bereichen Lieferverträgen, Abfallverwertung, Energieeffizienz der Wasser und Abwasseranlagen Versorgung durch Nah- bzw. Fernwärme bewertet.

Handlungsfeld 4

Das Handlungsfeld 4 Mobilität behandelt Aktivitäten zu den Themenbereichen Bewusste Mobilität in der Verwaltung, Parkplatzmanagement, Verkehrsberuhigung, Radwegenetz und ÖPNV.

Handlungsfeld 5

Im Handlungsfeld 5 Interne Organisation wird die Organisationsstruktur der Verwaltung, ökologische Beschaffung, Weiterbildungsmaßnahmen und Finanzierung der energiepolitischen Arbeit bewertet.

Handlungsfeld 6

Im Handlungsfeld 6 Externe Kommunikation und Kooperation wird betrachtet, wie die Kommune diese Themen mit Bürgern, Vereinen, Schulen und der Wirtschaft kommuniziert.

Weitere Informationen zum European Energy Award finden Sie hier.
     
 
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