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Stadt Oberndorf am Neckar
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Seniorenbeauftragte nimmt Arbeit auf

Die Seniorenbeauftragte der Verwaltungsgemeinschaft Oberndorf a.N., Fluorn-Winzeln und Epfendorf, Frau Gabriele Schneider, bezog zum 1. März ihr Büro im Oberndorfer Schwedenbau.

Um einen Einblick in ihr Arbeitsfeld zu bekommen, haben wir ihr einige Fragen gestellt.
Frau Schneider, was ist ihre Aufgabe?
Das Feld ist weit umrissen. Grundsätzlich geht es um eine seniorengerechte Gemeindeentwicklung, die das Lebensumfeld oder die Quartiere so gestaltet, dass sie mehr Orientierung bieten und Menschen trotz Hilfebedarf zu Hause leben können.
Was bedeutet das denn?
Älter werdende Menschen bleiben oft in der Heimatgemeinde zurück, wenn ihre Kinder berufsbedingt wegziehen. Die eigene Familie kann die unmittelbare Sorge nicht mehr leisten. Seniorinnen oder Senioren können irgendwann nicht mehr alleine einkaufen, zum Arzt, den Haushalt bewältigen. Sie vereinsamen, wenn dann auch noch der Partner oder die Partnerin stirbt. Oft bleibt nur der Weg in Betreutes Wohnen oder ein Alten- und Pflegeheim, obwohl der Bedarf eher ein sozialer wäre. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, da gemeinschaftlich Verantwortung zu übernehmen. Ob ehrenamtliche Fahrdienste, Nachbarschaftshilfe, Begleitungen zum Arzt oder Spaziergänge und gemeinsames Kaffeetrinken angeboten werden sollen, muss die Bedarfserhebung zeigen.
Wie wollen Sie ihre Aufgabe angehen?
Zuallererst geht es darum, Beziehungen zu knüpfen. Sowohl zu den betroffenen Menschen, zu potentiellen und aktiven Bürgerhelfern als auch zu den kommunal Verantwortlichen, den Kirchengemeinden und den professionellen Anbietern der Altenhilfe. Um den konkreten Bedarf einzelner Menschen ermitteln zu können, besuchte ich schon Senioren- und Bürgertreffs, wie zum Beispiel das Café Komm in Epfendorf, LeO in Trichtingen, bei der Generationenbrücke in Bochingen und beim „Singen in froher Runde“ in Fluorn-Winzeln. Und das ist erst der Anfang. Ich werde mich in allen Ortschaften zeigen. Selbst auf der Straße spreche ich Menschen an, stelle mich immer zuerst vor, helfe dann aber auch beim Einkaufstaschentragen oder Ähnlichen. Mit den Bürgermeistern von Oberndorf a.N., Fluorn-Winzeln und Epfendorf habe ich schon gesprochen, Gespräche mit den Ortsvorstehern folgen noch. Erste Kontakte zu engagierten Bürgerhelfern sind auch schon geknüpft. Ab April werde ich feste Sprechzeiten in allen Gemeinden anbieten, die jeweils auch in den Amtsblättern angekündigt werden. Ich hoffe, dass viele Mitbürgerinnen und Mitbürger jeglichen Alters mit Sorgen oder Ideen, Hilfebedarf oder tatkräftigen Händen diese Anlaufstelle nutzen.
Wie wollen Sie weitere ehrenamtliche Bürgerhelfer gewinnen, denn davon hängt der Erfolg der Gemeindeentwicklung schon maßgeblich ab? Sie können in diesem großen Gebiet ja nicht alles alleine machen.
Es müssen konkrete Anlässe sein, für die Bürgerhelfer gesucht werden. Menschen, die sich in gemeinwohlorientierten Projekten der Gemeindeentwicklung engagieren wollen, brauchen konkrete
Anlässe, zu denen sie Wünsche in Taten umsetzen können. Mir schwebt schon einiges vor, aber da andere Menschen und Institutionen beteiligt sind, kann ich nicht vorgreifen. Und wir müssen in längeren Zeiträumen denken. Die Umkehrung von gesellschaftlichen Prozessen geht nicht von heute auf morgen.
Woher holen Sie ihre Ideen?
Zum einen aus meinem großen Erfahrungsschatz und meinem teils unkonventionellen Denken und Handeln, zum anderen natürlich auch aus regionalen und überregionalen Vernetzungen. Auch andere Kommunen sind auf diese große gesellschaftliche Herausforderung aufmerksam und schon aktiv geworden.
Wie sind Sie außerhalb der Sprechzeiten zu erreichen?
Im Rathaus in Oberndorf, Schwedenbau, 3. Stock, Raum 303, Telefon 07423-771188 und Gabriele.Schneider@oberndorf.de
Noch ein letzter Satz?
Gemeinschaftlich Verantwortung zu tragen, ist nicht nur gemeinschaftsbildend, es geht davon auch eine große gesellschaftsverändernde Kraft aus. Packen wir`s an.
Viel Glück und Erfolg bei ihrer großen Aufgabe und vielen Dank für das Gespräch.
 
Die Fragen stellte Dieter Wagner
 
Infokasten:
Sprechzeiten der Seniorenbeauftragten ab April 2018
Oberndorf a.N.: jeden Donnerstag von 09:00-12:00 h im Schwedenbau, 3. Stock, Raum 303
Epfendorf: jeden 1. Dienstag im Monat von 08:30-12:00 h im Rathaus, Trauzimmer
Fluorn-Winzeln: jeden 2. Dienstag im Monat von 09:00-12:00 h im Rathaus
und nach Vereinbarung über Tel. 07423-771188 oder Gabriele.Schneider@oberndorf.de

     
 
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