Anschrift

Kläranlage Aistaig
Wertwiesen 6
78727 Oberndorf a. N.
Tel.: 07423 3156
Fax: 07423 8627760
Öffnungszeiten



Informationen

Rückstau-Handbuch (381 KB)
Ratgeber zum Schutz von Gebäuden gegen Rückstau aus dem öffentlichen Kanalnetz

Was tun, mit dem was übrig bleibt

Schlammbehandlung

Die in der mechanischen und biologischen Reinigungsstufe anfallenden Schlämme bedürfen noch einer besonderen Behandlung, der Schlammfaulung. Das durch den Faulprozess entstehende Methangas wird zunächst im Gasbehälter zwischengespeichert und anschließend über ein Blockheizkraftwerk verwertet. Nach dem Faulprozess kann der Schlamm in einem Nacheindicker weiter eingedickt und danach zur Schlammentwässerung abgeleitet werden. Mittels einer Zentrifuge erfolgt dann die Entwässerung des Schlamms auf einen Feststoffgehalt von ca. 30 %.

10. Faulbehälter

(Volumen = 2 x 1.610 m³ = 3.220 m³)
Der eingedickte Schlamm wird über einen Wärmetauscher aufgeheizt und zunächst einem der beiden Faulbehälter zugegeben. Bei einer Schlammtemperatur von 36 °C fault der Schlamm vollständig aus. Danach ist der Schlamm weitestgehend stabilisiert und kann dem zweiten Faulbehälter zugeführt werden. Hier erfolgt die Reststabilisierung des Klärschlammes. Der Ausfaulungsprozess beruht ebenfalls auf biologischen Vorgängen wie im Belebungsbecken, jedoch unter Ausschluss von Sauerstoff (anaerob). Dies führt zu einer Schlammmengenreduzierung von ca. 30 % und zu einem Gasanfall von ca. 250.000 m³/a.

11. NACHEINDICKER

(Volumen = 300 m³)
Der ausgefaulte Schlamm aus dem Faulbehälter wird im Nacheindicker zwischengespeichert. Dieser dient als Vorlage für die Schlammentwässerung. Außerdem kann sich der Schlamm in diesem Behälter nochmals eindicken und überstehendes Trübwasser kann abgezogen werden.

12. SCHLAMMENTWÄSSERUNG

(Durchsatzleistung 10 - 13 m³/h)
Der eingedickte Schlamm aus dem Nacheindicker wird mithilfe einer Zentrifuge auf einen Feststoffgehalt von ca. 30 % entwässert. Durch die Entwässerung erfolgt eine Reduzierung des Schlammaufkommens auf ca. 1.300 t/a. Der entwässerte Schlamm wird dann über eine Austragsschnecke in die Container abgeworfen und zur weiteren thermischen Verwertung abgefahren.

13. TRÜBWASSERSPEICHER

(Volumen = 323 m³)
Der Trübwasserspeicher dient der Speicherung der Prozesswässer aus der Kläranlage, insbesondere des Zentratwassers aus der Schlammentwässerung. Dieses stark mit Stickstoff belastete Abwasser wird, um Belastungsstöße zu vermeiden, dosiert der biologischen Stufe wieder zugegeben.

14. GASBEHÄLTER

(Volumen = 300 m³)
Im Gasbehälter erfolgt die Zwischenspeicherung des beim Faulprozess anfallenden Biogases. Der Behälter dient somit als Ausgleichsbehälter sowie als Vorlage für die weitere Gasverwertung.

15. GASVERWERTUNG/BLOCKHEIZKRAFTWERK

(Leistung 80 kW el)
Das bei der Schlammfaulung entstehende Biogas wird einem Blockheizkraftwerk zugeführt. Mit der gewonnenen elektrischen Energie können ca. 60 % des Stromverbrauchs der Kläranlage abgedeckt werden. Die entstehende Abwärme des BHKW wird zum Aufheizen des Schlammes auf Faulraumtemperatur verwendet.

     
 
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