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Stadt Oberndorf am Neckar
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Winterdienst

Der Winter kann kommen - Winterdienst steht bereit

Beitrag vom 08.11.2012
Das Personal und die Fahrzeuge des städtischen Werkhofes Oberndorf a. N. sind für den ersten Schneefall gerüstet und stehen bereit.
Bisher sind die Einsatzkräfte von den weißen Schneemassen verschont geblieben.
Lediglich Ende Oktober musste ein Teil der Mannschaft in Bereitschaft versetzt werden, da durch einen Kälteeinbruch mit leichtem Schneefall der Winter angekündigt wurde. Dieser verabschiedete sich jedoch nach einem kurzen Gastspiel wieder, sodass die Einsatzkräfte nicht ausrücken mussten.
Auch in den nächsten Wochen sollen vorläufig, lt. den Wettervorhersagen, der gefürchtete Schneefall und die damit verbundenen Erschwernisse und Behinderungen ausbleiben.



Einsatzstärke des Winterdienstes

Wenn dann der Ernstfall eintritt, sind die Bediensteten des städtischen Werkhofes und der Stadtgärtnerei bestens gerüstet. Zum Einsatz kommen:

- 4 Winterdienst-Einsatzleiter,
- 32 Kraftfahrzeugführer und Handräumer sowie
- 15 Fahrzeuge wie LKW’s, Unimogs, Traktoren und Mehrzweckfahrzeuge.

Sämtliche Fahrzeuge sind mit Räumschildern und Streuern ausgerüstet. Zusätzlich wird der Winterdienst durch 5 Fremdfirmen mit insgesamt 5 weiteren Fahrzeugen und 11 Personen verstärkt und unterstützt.

Im städtischen Werkhofgelände in der "Austraße" stehen zwei große Silos des Landkreises Rottweil mit Streusalz bereit, aus denen die Einsatzfahrzeuge der Stadt Oberndorf a. N. sowie der Straßenmeisterei Rottweil bestückt werden.
Im letzten Winter wurden daraus ca. 280 t Streusalz durch die städtischen Streufahrzeuge auf den Straßen ausgebracht. Auf den Gehwegen wurden weitere ca. 120 t Streusplitt verbraucht.

Einsatzzeiten der Winterdienstkräfte

Der zuständige Winterdienstleiter, der wöchentlich wechselt, beginnt um 3.30 Uhr seine Kontrollfahrten zur Überprüfung der Straßenverhältnisse. Zudem besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Beamten des Polizeireviers Oberndorf a. N., die ebenfalls bei ihren Fahrten den Straßenzustand beobachten und ggfs. den zuständigen Winterdienstleiter alarmieren.

Bei Bedarf werden dann wochentags ab 4.00 Uhr, am Wochenende ab 5.00 Uhr, die Einsatzkräfte, die in zwei Schichten eingeteilt sind, abgerufen, um kurz darauf mit den Räum- und Streuarbeiten zu beginnen.
Geräumt werden die Fahrbahnen ab einer Schneestärke von 5 cm sowie die Gehwege ab 2 cm Stärke.

Einsatzbereiche des Winterdienstes

Für die Schneeräum- und Streudienstarbeiten in Oberndorf a. N. und den Stadtteilen sind Winterdienstpläne vorhanden, in denen die Dringlichkeitsstufen festgelegt sind und nach denen die Arbeiten ausgeführt werden müssen.

Vorrangig geräumt werden stark befahrene Straßen und Strecken des öffentlichen Nahverkehrs sowie Steigungen. Bei starken Schneefällen werden diese Bereiche auch öfters geräumt, um größere Verkehrsbehinderungen zu vermeiden.
Dadurch kann es durchaus auch einmal vorkommen, dass Seitenstraßen in Wohngebieten vernachlässigt werden müssen und hier die Anlieger auf das Räumfahrzeug warten müssen.
Hierbei ist anzumerken, dass sich gemäß dem Straßen- und Wegegesetz für Baden-Württemberg die Räum- und Streupflicht lediglich auf gefährliche und verkehrswichtige Stellen der Fahrbahn bezieht. Das heißt, dass ein Großteil der durchgeführten Winterdienstmaßnahmen freiwillige Leistungen bzw. Serviceleistungen der Stadt sind und diese gemäß dem Straßengesetz nicht gefordert werden können bzw. sich auch nicht aus dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherungspflicht ableiten lassen.

Verpflichtung der Straßenanlieger zum Räumen und Streuen

Gemäß der Satzung über die Verpflichtung der Straßenanlieger zum Reinigen, Schneeräumen und Bestreuen der Gehwege in Oberndorf a. N. sind innerhalb der geschlossenen Ortslage einschließlich der Ortsdurchfahrten die Straßenanlieger (Grundstückseigentümer und Besitzer) verpflichtet, die Gehwege entlang ihrer Grundstücke, auch bei unbebauten Grundstücken, zu reinigen, bei Schneefall zu räumen sowie bei Schnee- und Eisglätte zu bestreuen.
Die Räum- und Streupflicht der Bürger ist werktags bis 7.30 Uhr, sonn- und feiertags bis 9.00 Uhr zu erfüllen. Wenn nach diesem Zeitpunkt Schnee fällt oder Schnee- bzw. Eisglätte auftritt, ist unverzüglich, bei Bedarf auch wiederholt zu räumen und zu streuen. Diese Pflicht endet täglich um 21.00 Uhr.
Zum Bestreuen ist abstumpfendes Material wie Sand, Splitt oder Asche zu verwenden. Der Einsatz von Salz oder salzhaltigen Stoffen ist auf ein unumgängliches Minimum zu beschränken.

Die Gehwege sind auf eine Breite von mindestens 1,0 m zu räumen bzw. zu streuen. Bei Straßen ohne Gehwege sowie in Fußgängerzonen und verkehrsberuhigten Bereichen sind entsprechende Flächen am Rande der Fahrbahn bzw. entlang von Gebäuden in einer Breite von 1,0 m zu räumen bzw. zu bestreuen.
Bei nur einem Gehweg haben die Anlieger von beiden Seiten der Straße im Wechsel die Verpflichtung zum Räumen und Streuen.

Weitere Hinweise zum Winterdienst

Häufig wird der Schnee von den Anliegern aufgrund von Platzproblemen auf die Straße geschippt oder gefräst. Diese Schneeentsorgung gefährdet jedoch den Verkehr und ist nicht zulässig. Entsteht aufgrund dieser Schneeablagerungen ein Unfall, so ist der Verursacher dafür voll haftbar.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass im Zuge der Schneeräumung durch die Anwohner die Straßeneinlaufschächte freigelegt werden, damit bei einsetzendem Tauwetter das Schmelzwasser zügig abfließen kann.

Den Fahrern der Winterdienstfahrzeuge bereiten vielmals die parkenden Fahrzeuge in den Seitenstraßen erhebliche Probleme. Hier wäre es eine große Erleichterung, wenn beim Abstellen der Fahrzeuge daran gedacht wird, dass in den Straßen auch noch die Durchfahrt mit einer Mindestbreite von 3,0 m für Schneepflüge und Rettungsfahrzeuge gewährleistet sein muß.

Ein Hinweis der Stadtverwaltung:

Wenn insbesondere ältere Personen nicht in der Lage sind, ihrer Räum- und Streupflicht nachzukommen, müssen diese selbst für Ersatz sorgen. Hier versucht die Stadtverwaltung Oberndorf a. N. im Rahmen der „Aktion Schneemann“, älteren oder behinderten Bürgerinnen und Bürgern einen Helfer zum Schneeschippen zu vermitteln.
Weitere Informationen hierzu sind bei Frau Huonker, Tel. 07423/77-1134, erhältlich.

     
 
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