Informationen

Merkblatt Eichenprozessionsspinner (267 KB)

Kontakt

Herr
Magnus Jauch
Landratsamt Rottweil
Beratungsstelle für Gartenbau und Grünordnung
Königstraße 36
78628 Rottweil
Tel.: 0741 244-291

Infoblatt: Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners im Landkreis Rottweil

Seit einigen Jahren kommt auch im Landkreis Rottweil der Eichenprozessionsspinner (EPS) vor. Der unscheinbare Nachtfalter wird in den wärmeren Regionen Baden-Württembergs schon seit über 200 Jahren beobachtet und scheint sich in den vergangenen 15 Jahren vermehrt auszubreiten. Im Kreis Rottweil ist in den letzten Jahren die Ausbreitung entlang des Neckars flussaufwärts zu beobachten.

Die sog. Brennhaare der Raupen des EPS können beim Menschen zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Bei Kontakt mit den feinen Härchen kann es zu Hautirritationen, Bindehautentzündungen, Atemwegsbeschwerden und in seltenen Extremfällen auch  zu allergischen Schockreaktionen kommen. Zumeist werden juckende Hautirritationen an freiliegenden Körperteilen wie an den Armen und am Hals beobachtet, die unangenehm sind, aber nach ca. 10 Tagen wieder abklingen.

Zum Schutz der Gesundheit ist die Bekämpfung des EPS in Bereichen in denen Menschen in Kontakt mit den Brennhaaren kommen können wichtig. Zuständig dafür sind auf öffentlichen Flächen die Gemeinden, auf Privatgrundstücken die Eigentümer. Die betroffenen Bereiche werden wenn möglich in der akuten Phase zwischen Mai und Juli abgesperrt. Ist eine Absperrung nicht möglich, können die Gespinste der Raupen mit speziellen Geräten abgesaugt werden. Das Entfernen der Gespinste sollte nur von geschulten Personen, oder von darauf spezialisierten Firmen, ausgeführt werden. Es ist dabei auf die entsprechende Schutzkleidung zu achten.

Panik ist bei der Entdeckung eines Gespinstes mit Sicherheit nicht angezeigt. Häufig werden die Nester der Raupen des EPS auch mit den Gespinsten anderer Raupen verwechselt. Am häufigsten gerät die harmlose Gespinstmotte in den Verdacht, die Gesundheit der Anwohner und Passanten zu gefährden. Im Unterschied zum EPS spinnt die Gespinstmotte zumeist den ganzen Baum oder Strauch mit ihrem Netz ein, während der EPS nur einzelne Nester baut, die sich häufig unter Astgabeln befinden. Zudem kommt der EPS fast ausschließlich an Eichen vor. Finden sich an anderen Baumarten oder gar an Sträuchern ähnlich aussehende Gespinste, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um den Eichenprozessionsspinner.

Sind Privatgärten betroffen, sollten sich die Eigentümer zunächst bei der Gemeindeverwaltung melden, diese kann den Fall abklären und ggf. Maßnahmen vorschlagen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Landratsamtes im Merkblatt Eichenprozessionsspinner (267 KB). Auskünfte erteilen die Gemeinden und die Beratungsstelle für Gartenbau und Grünordnung des Landkreises.


     
 
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