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Stadt Oberndorf am Neckar
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Dramatische Schadenssituation im Wald

Seit fast zwei Jahren befindet sich die Forstwirtschaft im Krisenmodus, haben doch mehrere Stürme 2018 und 2019 sowie das Dürrejahr 2018 ein Baumsterben in größerem Umfang verursacht. Dabei ist nicht nur Deutschland betroffen, sondern in ganz Mittel- und Osteuropa sind mehrere Millionen Festmeter Schadholz entstanden.

Auch der Wald rund um Oberndorf blieb nicht verschont. Die Situation stellt sich vom Schadensumfang her ähnlich besorgniserregend dar, wie nach den Stürmen Vivian und Wiebke 1990 sowie Lothar im Jahr 1999.
Zudem ist der Holzmarkt derzeit übersättigt. Es sind nur noch bessere Qualitäten vermarktbar. Der Preis ist im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent eingebrochen.
Im Stadtwald Oberndorf sind vor allem die Tanne und die Fichte betroffen. Bei der Tanne ist durch das Absterben der Feinwurzeln im Dürrejahr die Wasseraufnahmefähigkeit eingeschränkt, so dass sie gegen verschiedene Borkenkäferarten anfällig wird. Weithin sichtbare rote Kronen zeugen von der dramatischen Situation. Die Fichte ist besonders vom Buchdrucker und Kupferstecher befallen, die sich bedrohlich ausbreiten. Bohrmehl am Stammfuss Spechtabschläge an der Rinde sowie gelb werdende Nadeln bis hin zum Absterben sind eindeutige Anzeichen für einen Befall.
Seit Mitte 2018 befassen sich die städtischen Forstleute fast ausschließlich mit der Schadholzernte. An einen Frischholzeinschlag ist derzeit nicht zu denken. Bislang wurden rund 10.000 Festmeter - das sind etwa 8000 befallene Bäume aus dem Oberndorfer Wald – entnommen, um einen weiteren Befall zu verhindern. Gefällte Bäume, die nicht schnell aus dem Wald abgefahren werden können, müssen zum Schutz gespritzt werden. "Dies machen wir nicht gerne und auch nicht um die Holzqualität zu erhalten, sondern um den noch gesunden Wald zu retten", erklärt Revierleiter Simon Köninger.
Die Stadtverwaltung appelliert an die Privatwaldbesitzer in ihren Wäldern ebenfalls laufend ihre Wälder zu kontrollieren und das Käferholz schnellstmöglich einzuschlagen, um die Verbreitung der Schädlinge einzudämmen. Die zuständigen Förster geben diesbezüglich gerne Hilfestellung und stehen den Waldbesitzern gerne mit ihrem Rat zur Verfügung.

     
 
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