Stadtansicht von Oberndorf

European Energy Award

Stadt erneut mit Preis ausgezeichnet

Der Gemeinderat der Stadt Oberndorf am Neckar hat bereits 2011 beschlossen am European Energy Award® teilzunehmen. In konsequenter Fortführung ihrer bisherigen Aktivitäten im Bereich des Klima- und Umweltschutzes versprach sich die Stadt mit diesem Instrument neue und vertiefende Impulse für ihr energiepolitisches Handeln. Nun konnte 2020 die Stadt erneut mit dem Award für überdurchschnittliches Engagement im kommunalen Klimaschutz ausgezeichnet werden. 


„Engagiert und verantwortungsbewusst – die ausgezeichneten Kommunen sind zentrale Akteure bei der Energiewende" stellte Landesumweltminister Franz Untersteller fest als er am Donnerstag in Schwäbisch Hall drei Landkreise, sieben Städte und sieben Gemeinden aus Baden-Württemberg mit dem European Energy Award auszeichnetet.


Unter den Preisträgern war auch die Stadt Oberndorf die von Bürgermeister Hermann Acker, dem Verwaltungsleiter Planen und Bauen Martin Lübke, Klimaschutzmanager Marc Schenk sowie vom Leiter der Energieagentur Rottweil Rolf Halter vertreten war und die Auszeichnung entgegennahm.

Bei der Erstzertifizierung 2015 konnte eine Punktzahl von 63% erreicht und bei der Re-Zertifizierung 2019 auf 70,4% gesteigert werden. 


eea-Auditbericht Oberndorf a.N. 2019 (3,21 MB)





Der European Energy Award® (eea) ist ein Qualitätsmanagement-System und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Klimaschutzaktivitäten von Kommunen und Kreisen erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft werden, um Potenziale des nachhaltigen Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können.


Das Qualitätsmanagement führt eine prozessorientierte Energiepolitik und eine fachübergreifende Energiearbeit in der Verwaltung ein. Es ermöglicht eine systematische Analyse der Ist-Situation im Energiemanagement der gemeindeeigenen Liegenschaften und in den Klimaschutzaktivitäten (z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsangebote), so dass im Anschluss die effektivsten Projekte mit entsprechenden konkreten Maßnahmen identifiziert werden können. Durch ein regelmäßiges Controlling können Erfolge sowie Handlungsbedarfe erkannt und nötigenfalls entsprechende Anpassungen vorgenommen werden. Somit wird ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess in Gang gesetzt.


Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens werden die Erfolge der Kommunen und Kreise objektiv betrachtet und nach einheitlichen europäischen Standards bewertet (Punktesystem). Bei Erreichen einer Punktzahl von mindestens 50 % der erreichbaren Gesamtpunkte werden die Erfolge mit dem European Energy Award® ausgezeichnet und somit auch öffentlichkeitswirksam dargestellt.



Zur erfolgreichen Umsetzung des Zertifizierungsverfahrens wurde ein Energieteam gebildet. Dieses soll als Motor für eine optimale und erfolgreiche Energiearbeit wirken, Einsparpotenziale aufdecken sowie Aktivitäten zur rationellen Energieverwendung und zur Nutzung regenerativer Energieträger entfalten. Unterstützung erhält das Energieteam vom Leiter der Energieagentur Landkreis Rottweil, Rolf Halter, der das Verfahren als akkreditierter eea-Berater begleitet und seit dem 01.03.2019 vom Klimaschutzmanager der Stadt.
Anhand eines vorgegebenen, einheitlichen Maßnahmenkatalogs wird eine detaillierte Bestandsaufnahme (Ist-Analyse) durchgeführt, die jährlich fortgeschrieben wird. Parallel dazu wird ein energiepolitisches Arbeitsprogramm (282,3 KB) mit den für die nächsten Jahre geplanten Aktivitäten entwickelt und vom Gemeinderat  verabschiedet. Dieses Arbeitsprogramm wird ebenfalls jährlich überprüft und angepasst.

Bildunterschrift: Auszeichnungsveranstaltung des European Energy Awards am 13.02.2020 in Schwäbisch Hall. Auf dem Bild sind von links nach rechts zu sehen: Leiter der Energieagentur Rottweil Rolf Halter, Bürgermeister Hermann Acker, Verwaltungsleiter Michael Lübke und Marc Schenk.

Was wird im Einzelnen betrachtet?

Im Zuge des eea- Prozesses werden sechs kommunale Handlungsfelder betrachtet und entsprechend der kommunalen Aktivitäten in den einzelnen Bereichen  bewertet:

Handlungsfeld 1

Beim Handlungsfeld 1 Kommunale Entwicklungsplanung und Raumordnung geht es um die Erstellung eines Leitbilds, innovative Stadtentwicklung sowie Bauplanung, Baubewilligung und Baukontrolle.

Handlungsfeld 2

Das Handlungsfeld 2 Kommunale Gebäude und Anlagen beschäftigt sich mit dem kommunalen Energiemanagement und Sanierungskonzepten. Ebenso wird auf die Vorbildwirkung der Kommune bei Fragen hinsichtlich erneuerbarer Energie und effizienter Wassernutzung eingegangen.

Handlungsfeld 3

Im Handlungsfeld 3 Ver- und Entsorgung werden die Aktivitäten in den Bereichen Lieferverträgen, Abfallverwertung, Energieeffizienz der Wasser und Abwasseranlagen Versorgung durch Nah- bzw. Fernwärme bewertet.

Handlungsfeld 4 

Das Handlungsfeld 4 Mobilität behandelt Aktivitäten zu den Themenbereichen Bewusste Mobilität in der Verwaltung, Parkplatzmanagement, Verkehrsberuhigung, Radwegenetz und ÖPNV.

Handlungsfeld 5

Im Handlungsfeld 5 Interne Organisation wird die Organisationsstruktur der Verwaltung, ökologische Beschaffung, Weiterbildungsmaßnahmen und Finanzierung der energiepolitischen Arbeit bewertet.

Handlungsfeld 6

Im Handlungsfeld 6 Externe Kommunikation und Kooperation wird betrachtet, wie die Kommune diese Themen mit Bürgern, Vereinen, Schulen und der Wirtschaft kommuniziert. 

Weitere Informationen zum European Energy Award finden Sie hier.
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